Der Wasn Hasn

Die Weinserie aus dem Stadtkessel

Aus Liebe zu den Stuttgarter Lagen

Kern Weine

Der Wasn Hasn

Vergiss die Mär vom Wasen Hasen
All die Lieder und Gedichte
Sind ab jetzt nur noch Geschichte
Alles, was man dort erklärt
War schon immer ganz verkehrt
Jetzt erst wirst Du hier erfahren
Was sich wirklich zugetragen
Hasen gab es ohne Ende
Ganz besonders im Gelände
Das wir heut als Wasen kennen
Denn da kann man tüchtig rennen
Oder schlägt mit einem Satz
Einen Haken auf dem Platz
Zu Hause ist der Hase hier
Das ist nun einmal sein Revier
Doch wer steht am Riesenrad
Isst sich gern mit Würstchen satt
Trinkt so viele Gerstensäfte
Und besucht die Fahrgeschäfte
Probt sein Glück mit einem Los
Und gewinnt ein Plüschtier bloß
Wankt erst spät am Abend heim
Ja, wer kann denn das nur sein?
Hier kommt auch die Antwort schon
Zum Thema Reinkarnation
Wer hier einmal graste nur
Kommt mit anderer Figur
Eines Tages wieder her
Nur er weiß es jetzt nicht mehr
All die Menschen auf dem Wasen
Waren früher einmal Hasen
Ach, da bleib ich doch daheim
Schenk den Wein mir selber ein
Denn diese Generation
Kenn ich doch als Hasen schon

Der Neckarkarpfen

Ein jeder kennt in Stuttgart hier
Die Sage von dem Ungetier
Welches weder Fisch noch Fleisch
Mal zu Land und mal im Teich
Für Angst und Schrecken sorgen kann
Gerät man erst in seinen Bann
Hört wie es sich zugetragen
Damals in den alten Tagen:
Der Neckar ist ein schöner Fluss
Und Fisch natürlich ein Genuss
Deshalb gab’s zu jeder Zeit
Die braven guten Fischersleut
Einer fuhr mit seinem Kahn
An die Hänge dicht heran
Um sich an der Reben Gaben
Still und heimlich zu erlaben
Als er nach der Traube greift
Die bereits perfekt gereift
Schäumt das Wasser plötzlich auf
Das Ungetüm – es steigt herauf
Das verdammte Ungeheuer
Starrt ihn an und spuckt mit Feuer
Und verbrennt mit seiner Glut
Des Mannes Kleider und den Hut
Die Traube in des Fischers Hand
Wurde aber nicht verbrannt
Sie ist amtlich anerkannt
Als Entdeckung aus dem Land
Die man heute weltweit kennt
Und bei uns Zibeben nennt

Das Turmrössle

Es war einmal ein schönes Mädchen
In einem kleinen hübschen Städtchen
Ihr größter Traum auf dieser Erde
Waren Pferde, Pferde, Pferde
Wie gern besäße sie doch eines
Ein großes lieber als ein kleines!
Manchmal werden Träume wahr
Und dann kommt’s anders – ist ja klar:
Das Mädchen fand in einem Garten
Viele schöne Stuten warten
Doch warten diese nicht allein:
Der Knecht wollt’ nicht mehr einsam sein
Das Mädchen ward auch zugetan
Dem braven, jungen Pferdemann
Er wusste selber auch nicht wie
Doch war ihm klar: Er liebte sie.
Und eines seiner schönen Pferde
Verhielt sich anders als die Herde
Es folgte nun auf Schritt und Tritt
Der jungen Dame – es ging mit.
Der Junge schwang sich auf das Tier
Es brachte ihn zu ihrer Tür
Fast täglich ritt er fortan aus
Bis hin zu der Geliebten Haus
Später wurde dieser Rappen
Abgebildet auf dem Wappen
Und weil er so tollkühn navigierte
Ist die Antenne, die ihn zierte
Heute noch auf dem Symbol
Und jeder sagt: So war es wohl

Das Feuerseepferdle

Ein jeder kennt in Stuttgart hier
Die Sage von dem Ungetier
Welches weder Fisch noch Fleisch
Mal zu Land und mal im Teich
Für Angst und Schrecken sorgen kann
Gerät man erst in seinen Bann
Hört wie es sich zugetragen
Damals in den alten Tagen:
Der Neckar ist ein schöner Fluss
Und Fisch natürlich ein Genuss
Deshalb gab’s zu jeder Zeit
Die braven guten Fischersleut
Einer fuhr mit seinem Kahn
An die Hänge dicht heran
Um sich an der Reben Gaben
Still und heimlich zu erlaben
Als er nach der Traube greift
Die bereits perfekt gereift
Schäumt das Wasser plötzlich auf
Das Ungetüm – es steigt herauf
Das verdammte Ungeheuer
Starrt ihn an und spuckt mit Feuer
Und verbrennt mit seiner Glut
Des Mannes Kleider und den Hut
Die Traube in des Fischers Hand
Wurde aber nicht verbrannt
Sie ist amtlich anerkannt
Als Entdeckung aus dem Land
Die man heute weltweit kennt
Und bei uns Zibeben nennt

Das Ross Solitude

Wer, wenn nicht der Edelmann
Gibt gern den kühnen Jägersmann
Vor allem, wenn die schönen Tiere
Aufgeteilt sind in Reviere
Wenn sie vor der Flinte warten
Hat der Waidmann gute Karten
So trifft man gleich doppelt gut
Und die Feder schmückt den Hut
Herrlich, wenn die Büchse knallt
Und im Walde widerhallt
Beim Fürst von Anno Dazumal
Ist Luxus allererste Wahl
Denn worum es ihm ja geht
Ist höchste Lebensqualität
Zur Zerstreuung von den Pflichten
Lässt er sich ein Schloss errichten
Oben auf dem Hügelkamm
Damit man es auch sehen kann
Der Name ist schon exquisit
Auf Französisch: Solitude
Barock – das ist der Stil der Zeit
Perfekt für jede Eitelkeit
Noch hier und da, und so und so
Also bitte: Rokoko
Das Schloss wird prächtig, sogar sehr
Doch plötzlich ist die Kasse leer
Den Prunkbau und den ganzen Rest
Nennt man heute Stuttgart West
Fürsten gibt es keine mehr
Hirsche dafür um so mehr
Was ist ausserdem geblieben?
Ein edler Tropfen, den wir lieben

Das Rosensteingänsle

Der Sonntag ist ein schöner Tag
Da geht man gerne in den Park
Zum Weiher durch das Löwentor
Seit hundert Jahren kommt das vor
Wie mag es wohl im Rosenstein
Zu dieser Zeit gewesen sein?
Ein jeder hat sich fein gemacht
Die Rosen glänzen voller Pracht
Der Herr mit Gehrock und Zylinder
In Kleid und Anzug schon die Kinder
Sehr adrett sind auch die Damen
Die mit bunten Hüten kamen
Zeigen sie nicht zu viel Bein?
Ja das könnte sogar sein
Silbern blitzt im Sonnenschein
Die Schnur von einer Taschenuhr
Deshalb sagt man nicht Spazieren
Sondern nennt es Promenieren
Seht nur meine neuen Kleider
Damit hab ich sicher Neider
Und die blank geputzten Schuh
Na was ist, was guckst denn Du?
Sehen und gesehen werden
Das fand hier im Parke statt
Darum ging man immer gerne
Hin und her und auf und ab